Projekt Spurenstoffe
Ausgangslage
Die Wasserqualität in unseren Gewässern ist seit dem Ausbau der Kläranlagen besser geworden. Organische und anorganische Spurenstoffe werden aber in der aktuellen Siedlungsentwässerung weder zurück gehalten noch abgebaut. Sie gelangen in das Grundwasser und die Oberflächengewässer und können die Trinkwasserqualität beeinträchtigen. Trotz geringer Siedlungsdichte und einer mittleren Anzahl von Industrie- und Gewerbebetrieben oder belasteten Standorten im Einzugsgebiet, sind auch im Vierwaldstättersee Verunreinigungen durch Spurenstoffe zu erwarten.
Projektbeschreibung
- Anhand einer Literaturrecherche und der Auswertung von kantonalen Daten werden die möglichen Hauptquellen für Spurenstoffe im Einzugsgebiet des Vierwaldstättersees identifiziert.
- Eine Potenzialanalyse zeigt das weitere Vorgehen auf.
- Die kritischen Stoffe werden in einer groben Stoffflussanalyse quantifiziert.
- Die kritischen Stoffe oder Stoffgruppen werden im Wasser, in Fischen oder im Sediment der Hauptgewässer untersucht.
Ziel und Zweck
- Grundlage für Detailuntersuchungen
- Massnahmen zur Verminderung der Spurenstoffbelastung
Ergebnisse / Zwischenergebnisse
1. Teilprojekt: Die Eawag hat den Gehalt von organischen Spurenstoffen in drei Wasserproben aus dem Freiwasser untersucht. Mit modernen Analysetechniken lassen sich Arzneimittel, Pestizide, Industrie- und Haushaltschemikalien sowie deren Umwandlungsprodukte in sehr geringen Konzentrationen (Nanogramm pro Liter) identifizieren.
Weitere Untersuchungen werden aufbauend auf den Resultaten und der Potenzialanalyse eingeleitet.

