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Weitere Infos

Dauerüberwachung
der Fliessgewässer in den
Urkantonen DÜFUR 2000-2003 (pdf)
Anhang UR (pdf)
Anhang SZ (pdf)
Anhang OW (pdf)
Anhang NW (pdf)
Anhang LU (pdf)

Modul-Stufen-Konzept (link)

Der Zustand der Fliessgewässer

Seit 2000 untersuchen die Kantone Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern die Fliessgewässer im Einzugsgebiet des Vierwaldstättersees.

Die Wasserqualität ist gut ...

In 85% der untersuchten Stellen erfüllt die Wasserqualität die gesetzlichen Ziele. Diese Ergebnisse stützen sich allerdings auf chemische Einzelmessungen pro Stelle. Die Artenzusammensetzung der Kieselalgen deutet auf Verunreinigungen unterhalb von Abwasserreinigungsanlagen oder Regenentlastungen der Kanalisation hin.

... die Lebensraumqualität aber häufig ungenügend

Bei einem Drittel der untersuchten Stellen ist die Gemeinschaft der Wasserkleintiere wegen der ungenügenden Lebensraumqualität verarmt oder geschädigt. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Wasserpflanzen.

Nur gerade 40% der untersuchten Stellen erfüllen die gesetzlichen Anforderungen bezüglich sichtbaren Belastungen wie Trübung, Verfärbung, Schaum oder Geruch.

Grosse regionale Unterschiede

Je höher die Siedlungsdichte und je intensiver die landwirtschaftliche Nutzung, desto schlechter ist der Zustand der Gewässer. Die Flüsse und Bäche in den dünn besiedelten und weniger intensiv bewirtschafteten Kantonen Uri und Obwalden sind deutlich weniger belastet als jene in den Kantonen Schwyz, Nidwalden und Luzern.

Bachrenaturierungen als wichtiges Ziel

Der Zustand der Gewässer kann durch folgende Massnahmen verbessert werden:

  • Bäche und Flüsse gezielt renaturieren
  • den Fliessgewässern mehr Raum für ihre ökologischen Funktionen und den Hochwasserschutz zur Verfügung stellen
  • ARA-Vorfluter aufwerten, damit sie das gereinigte Abwasser genügend verdünnen oder abbauen können
  • Regenentlastungen optimieren
  • Pufferstreifen zum landwirtschaftlich genutzten Umland einhalten
  • gesetzliche Bestimmungen bei der Bewirtschaftung einhalten
  • Wasserentnahmen sanieren
  • noch vorhandene intakte Gewässer erhalten

Ausblick

Ende 2011 wird die dritte Untersuchungskampagne abgeschlossen. Aus den Ergebnisse der 12 Untersuchungsjahre werden dann die wichtigsten Schlussfolgerungen und Trends abgeleitet, der Handlungsbedarf definiert und geeignete Massnahmen eingeleitet. Die Publikation der Resultate ist für Mitte 2012 geplant.