See-Wasserstände

  Meter über Meer
Heutiger
Soll-Pegel
Untere
Grenze
433.30
Künftiger
Soll-Pegel
Untere
Grenze
433.40
Künftiger
Soll-Pegel
Obere
Grenze
433.80
Schadenquote   434.45
Seepegel Hochwasser August
2005

435.23

Seepegel Hochwasser Mai
1999

434.94

Seepegel Höchststand 1910 435.25

 


Weitere Infos

Messstationen:
Pegel Vierwaldstättersee Brunnen
Pegel Vierwaldstättersee Luzern

Fischwanderung durch das Kraftwerk Mühleplatz (video)

 

Bild des Nadelwehrs

Die Seeregulierung

Der Wasserstand des Vierwaldstättersees schwankt im Jahresverlauf. Abhängig vom alpinen Regime der Zuflüsse steigt er mit dem Einsetzen der Schneeschmelze und erreicht im Juni/Juli, wenn das Schmelzwasser der Gletscher dazu kommt, seinen Höchststand.

Hochwasser

Wenn im Frühling und Sommer zur Schneeschmelze noch starke anhaltende Niederschläge kommen, sind Überschwemmungen möglich. Beim Hochwasser von 1910 erreichte der Seespiegel den höchsten bisher gemessenen Stand von 435.25 m über Meer. Hochwasser jüngeren Datums fanden 1999, 2004 und 2005 statt. Sie haben zum Teil grosse Schäden verursacht.

Nadelwehr

Seit 1861 reguliert ein Nadelwehr den Wasserstand des Vierwaldstättersees bei seinem Ausfluss in Luzern. Bereits im 13. Jahrhundert gab es dort eine Schwelle, um die Wasserkraft für den Betrieb von Mühlen zu nutzen.

Das Wehr staut das Wasser für die Wasserkraftnutzung und gewährleistet eine ganzjährig ausreichende Wassertiefe für die Schifffahrt. Andererseits darf der Wasserstand des Sees die Grenze zum Hochwasser nicht überschreiten.

Ausbau der Wehranlage

Wegen dem schlechten baulichen Zustand, der zu kleinen Abflusskapazität bei Hochwasser sowie dem aufwendigen Betrieb wurde das Nadelwehr ab 2009 saniert. Seit Frühjahr 2011 ist die neue Anlage in Betrieb.

Dabei wurde auch die Gewässersohle oberhalb und unterhalb der Anlage abgesenkt und so der Hochwasserabfluss um ca. 100 m3/s auf ca. 430 m3/s erhöht. Bei einem gleichzeitigen Hochwasser der Kleinen Emme kann zudem der Wehrabfluss schnell gedrosselt werden, um die Gebiete flussabwärts besser zu schützen.

Umweltmonitoring Reusswehr – wie reagiert die Natur auf die neuen Pegelstände?

Die neue Seeregulierung, festgelegt im Wehrreglement von 2011, verändert den Pegel des Vierwaldstättersees und die Abflussdynamik der Reuss. Wie sich das auf das Ökosystem Vierwaldstättersee auswirkt, ist unklar. Um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen, läuft seit Beginn der Ausbauarbeiten das Überwachungsprogramm «Umweltmonitoring Reusswehr». Es soll vor allem folgende Fragen beantworten:

  • Wie verändern sich die Pegelstände?
  • Wie werden Feuchtgebiete und Unterwasserpflanzen beeinflusst?
  • Welche Einwirkungen gibt es auf die Laich- und Aufwuchsgebiete von Amphibien, Äschen und Hechten?

Ein erster Zwischenbericht über den Ausgangszustand mit dem alten Pegelregime erscheint nach den Erhebungen 2011.