Search Results for: badewasserqualität

Die Badewasserqualität ist auch 2025 gut

See & Ufer

24. Juni 2025

Dem Badespass in den Zentralschweizer Gewässern steht nichts im Wege. Die Anfang Juni durchgeführten Proben betätigen auch dieses Jahr die ausgezeichnete Wasserqualität.

Bei der Untersuchung der Badewasserqualität werden jährlich 65 Badestellen in den folgenden Seen der Zentralschweiz auf Darmbakterien (Escherichia coli und Enterokokken) geprüft: Zürichsee, Zugersee, Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee, Lauerzersee, Sihlsee, Sarnersee, Lungerersee, Hirschlensee, Seelisbergsee und Golzernsee.

Die koordinierten Untersuchungen 2025 der Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri zeigen: Die Zentralschweizer Seen weisen eine einwandfreie Badewasserqualität auf. Sämtliche beprobten Stellen fallen in die Kategorien «gut» oder «ausgezeichnet». Aufgrund der Ergebnisse besteht weder Handlungsbedarf noch werden Empfehlungen ausgesprochen.

Lesen Sie mehr darüber unter Badewasserkontrolle 2025.

Badewasserqualität bleibt gut

See & Ufer

In den Zentralschweizer Seen lässt es sich gut baden. Dies zeigen die Untersuchungen auf Darmbakterien bei 65 Badestellen.

Die koordinierten Untersuchungen 2024 der Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri zeigen: Die Zentralschweizer Seen weisen eine einwandfreie Badewasserqualität auf. Sämtliche Stellen weisen eine gute bis ausgezeichnete Badewasserqualität auf. Aufgrund der Ergebnisse besteht kein Handlungsbedarf für Empfehlungen an die Badenden.

Bei der Untersuchung wurden 65 Badestellen auf Darmbakterien (Escherichia coli und Enterokokken) in den folgenden Seen geprüft: Zürichsee, Zugersee, Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee, Lauerzersee, Sihlsee, Sarnersee, Lungerersee, Hirschlensee, Seelisbergsee und Golzernsee.

Lesen Sie mehr darüber unter Badewasserkontrolle 2024.

Wasserqualität

 

Nährstoffe

Der Vierwaldstättersee ist ein voralpiner See und daher natürlicherweise nährstoffarm. Bis in die Mitte der 1980er‑Jahre führte die Einleitung von ungeklärtem Abwasser jedoch zu erhöhten Nährstoffkonzentrationen. Die zwei wichtigsten, limitierenden Nährstoffe im See sind Phosphor und Stickstoff – ihre Verfügbarkeit begrenzt das Wachstum der Algen im See.

Insbesondere bei einer sehr starken Überdüngung kann die Biomasse so stark ansteigen, dass der See aus dem Gleichgewicht gerät. Wenn beim Abbau der Biomasse zu viel Sauerstoff verbraucht wird, verändern sich die Abbauprozesse, und es entstehen Faulschlamm und giftige Stoffe, was das Ökosystem nachhaltig schädigt.

Aufgrund des nicht so dicht besiedelten Einzugsgebiets und des grossen Seenvolumens hat die Nährstoffkonzentration im Vierwaldstättersee im Gegensatz zu anderen Mittellandseen nie ein vergleichbares Ausmass erreicht. Mit dem Ausbau der Abwasserreinigung seit den 1970er‑Jahren und dem Verbot phosphathaltiger Waschmittel sank der Nährstoffgehalt in allen Schweizer Seen in den folgenden Jahrzehnten.

Monitoring

Die Eawag überwacht die Wasserqualität des Vierwaldstättersees seit 1960. Die erste Messstelle befand sich im Kreuztrichter, wo Luzerner See, Küssnachter Bucht, Vitznauer Becken und Hergiswiler Bucht zusammenkommen. Seit 1999 wird an der 150 Meter tiefen Stelle Obermatt im Vitznauer Becken gemessen, welche die Verhältnisse von sechs Teilbecken gut repräsentiert.

Einzig das Wasser im siebten Teilbecken, dem Alpnachersee, unterscheidet sich aufgrund der Lage und Tiefe des Sees messbar vom Rest des Gewässers. Seit 1971 wurde dieser deshalb in unregelmässigen Abständen separat untersucht. Seit 2022 wird er im Auftrag der AKV jeden Frühling und Herbst beprobt.

Der Vierwaldstättersee

Der Höhepunkt der Phosphorkonzentration wurde im Jahr 1976 mit gut 30 Milligramm pro Kubikmeter gemessen. Danach nahm die Phosphorkonzentration – mit gewissen Schwankungen – kontinuierlich ab. Seit 1989 liegt sie unterhalb von 10 mg /m³ und seit 2004 (mit einzelnen Ausnahmen) zwischen 3 und 5 mg P/m³.

Beim Nitrat-Stickstoff ist ein anderer Verlauf zu beobachten. Hier gab es von 1960 bis 1994 nahezu eine Verdoppelung der Konzentration auf über 600 mg/m³. Danach pendelte sich die Nitratkonzentration zwischen 560 und 660 mg /m³ ein. Seit einem Ausreisser von 740 mg/m³ im Jahr 2013 ist ein langsamer Rückgang der Nitratkonzentrationen zu beobachten. Aktuelle Proben liegen noch bei rund 520 mg /m³.

Phosphorkonzentrationen im Vierwaldstättersee von 1964 bis 2025
Nitratkonzentrationen im Vierwaldstättersee von 1964 bis 2025

Der Sonderfall Alpnachersee

Der Alpnachersee unterscheidet sich deutlich von den übrigen sechs Teilbecken des Vierwaldstättersees. Durch die Einengung des Sees zwischen Stansstad und dem Lopper besteht praktisch kein Austausch zwischen dem Alpnachersee und dem Rest des Vierwaldstättersees. Mit einer Maximaltiefe von lediglich 34 Metern hat er zudem ein deutlich kleineres Volumen als die anderen Teilbecken. Er durchmischt sich regelmässig, und die Verweildauer des Wassers ist wesentlich kürzer als im Rest des Vierwaldstättersees.

Als Flachsee reagiert der Alpnachersee natürlicherweise wesentlich empfindlicher auf Nährstoffeinträge als der Rest des Vierwaldstättersees und machte daher in den 1980er‑Jahren auch eine stärkere Eutrophierungsphase durch. Auch heute sind die Nährstoffkonzentrationen mit 9–18 mg Phosphor/m³ und 600–1200 mg Nitrat/m³ höher als im Rest des Vierwaldstättersees. Dies erkennt man im Sommer an der trüberen Färbung des Alpnachersees, die unter anderem durch das höhere Algenwachstum hervorgerufen wird. Trotzdem liegen die Nährstoffkonzentrationen auf einem mit anderen Seen dieser Grösse und Tiefe vergleichbaren Niveau.

Mikroverunreinigungen

Mikroverunreinigungen sind winzige Rückstände aus Medikamenten, Bioziden, Pflanzenschutzmitteln sowie Haushalts- und Industriechemikalien. Sie gelangen über verschiedene Wege – insbesondere über die Siedlungsentwässerung – in die Gewässer. Obwohl sie nur in sehr geringen Mengen vorkommen, können sie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen belasten und im Trinkwasser nachweisbar werden.

Um ihre Bedeutung im Vierwaldstättersee und Alpnachersee zu beurteilen, wurden 2022 an zwei repräsentativen Stellen Wasserproben entnommen und auf insgesamt 600 verschiedene Stoffe und deren Abbauprodukte untersucht. Dabei zeigte sich eine insgesamt sehr gute Wasserqualität: Lediglich 55 Stoffe waren überhaupt nachweisbar, und alle in extrem tiefen Konzentrationen im ng/L‑Bereich. Sämtliche Werte lagen deutlich unter den ökotoxikologischen Grenzwerten. Die meisten Befunde stammten aus dem Abwasserbereich, während der Einfluss der Landwirtschaft gering ausfiel.

Diese Ergebnisse bestätigen: Der Vierwaldstättersee und der Alpnachersee weisen weiterhin eine sehr niedrige Belastung mit organischen Mikroverunreinigungen auf. Parallel dazu werden die Abwasserreinigungsanlagen im Einzugsgebiet schrittweise mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgestattet, um den Rückhalt dieser Stoffe weiter zu verbessern und die Gewässer langfristig zu schützen.

Trinkwasserqualität

Der Vierwaldstättersee dient als wichtiges Trinkwasserreservoir. Rund um den See gibt es sechs Seewasserfassungen und drei nahegelegene Trinkwasserpumpwerke. Die Überwachung der Trinkwasserqualität ist daher besonders wichtig. Die Wasserqualität des Sees ist gut und hat sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert. Das ist die wichtigste Voraussetzung für die sichere Trinkwasserversorgung der Region.

Badewasserqualität

Im Vierwaldstättersee und weiteren Schweizer Seen lässt es sich gut baden. Und dass schon seit langem: Die Badewasserqualität ist seit vielen Jahren sehr gut. Die Aufsichtskommission Vierwaldstättersee ist mit einem koordinierten Messprogramm betraut und misst die Badewasserqualität bei 65 Badestellen in folgenden Seen:

Vierwaldstättersee, Zürichsee, Zugersee, Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee, Lauerzersee, Sihlsee, Sarnersee, Lungerersee, Hirschlensee, Seelisbergsee und Golzernsee

Geprüft wird das Wasser regelmässig auf die Vorkommen von Darmbakterien (Escherichia coli und Enterokokken). Sämtliche untersuchten Badestellen weisen eine gute bis ausgezeichnete Badewasserqualität auf. Aufgrund der dauerhaft guten Ergebnisse ist das Baden in diesen Seen aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich.

Weitere Informationen

Liste der beprobten Badeplätze (2024)
Empfehlungen des Bundes zur Beurteilung der Badegewässer

Zukünftige Herausforderungen im Gewässerschutz

Die Gewässerschutzgesetzgebung bezweckt den Schutz der Gewässer vor nachteiligen Einwirkungen unter Einbezug verschiedenster Interessen. Dazu gehören der Schutz der Gewässer als Trinkwasserressource, die Erhaltung der natürlichen Lebensräume einheimischer Tier- und Pflanzenarten, die Erholungsnutzung sowie ihre Bedeutung als Landschaftselemente. Das Vorsorgeprinzip der Gesetzgebung zielt darauf ab, Belastungen der Gewässer zu erkennen, bevor diese langfristig geschädigt werden.

Nach den Erfolgen bei der Reduktion der Nährstoffbelastungen im Vierwaldstättersee rückt nun die Entfernung von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser in den Fokus. Auch neuere Problemstoffe wie Mikroplastik, Nanomaterialien und die zunehmend als kritisch eingestuften PFAS werden aufmerksam beobachtet, um mögliche Veränderungen im See frühzeitig zu erkennen.