Beprobt wurden 65 Badestellen an den Zentralschweizer Seen, darunter der Vierwaldstättersee, der Zürichsee, der Zugersee sowie weitere grössere und kleinere Seen der Region. Das Seewasser wurde durch das Laboratorium der Urkantone in Brunnen sowie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz in Luzern hinsichtlich verschiedener Darmbakterien (Escherichia coli und Enterokokken) analysiert. Sämtliche Stellen weisen eine gute bis ausgezeichnete Badewasserqualität auf. Aufgrund der Ergebnisse sind keine Empfehlungen oder Einschränkungen für Badende erforderlich.
Die Untersuchungen beschränkten sich auf die mikrobiologische Qualität des Wassers. Nicht berücksichtigt wurden spezielle Probleme wie zum Beispiel Zerkarien (Gabelschwanzlarven, auch «Entenflöhe» genannt), die bei erhöhten Wassertemperaturen im Uferbereich vorkommen können. Zerkarien sind für Menschen grundsätzlich harmlos, können jedoch starken lokalen Juckreiz
(Badedermatitis) verursachen, der in der Regel nach einigen Tagen wieder abklingt. Es ist Aufgabe der Betreibenden von Strandbädern, diesbezügliche Beobachtungen zu registrieren und die Badegäste darüber zu informieren.

Bei Bächen und Flüssen in Bereichen von Abwasserreinigungsanlagen können leicht höhere Belastungen auftreten. Erhöhte Konzentrationen von Darmbakterien können auch dort vorkommen, wo sich viele Wasservögel aufhalten. In der Regel flüchten diese, sobald ein Uferbereich von Badenden in grösserer Zahl besucht wird. Weil Keime aus dem Vogelkot durch das Sonnenlicht verhältnismässig schnell abgetötet werden, treten diese Belastungen meist nur kurzzeitig auf.
