Geschätzte Leserinnen und Leser
Was wäre die Zentralschweiz ohne den Vierwaldstättersee? Wir alle könnten keine Ausflüge mit dem Schiff machen, uns bei warmem Wetter im Wasser abkühlen, beim Angeln die Natur geniessen oder bei Wanderungen von den Bergen auf den See blicken. Damit dies alles möglich ist, benötigt es konstruktive Zusammenarbeit der fünf Anreinerkantone. Ja, der See heisst «Vier-Waldstätter-See», es sind aber fünf Kantone betroffen. Denn zu den Waldstätten zählte man früher Unterwalden, welches von Obwalden und Nidwalden gebildet wurde. Somit ist also alles korrekt.
Die fünf Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden setzen sich mit einer Vielzahl gemeinsamer Projekte und Massnahmen kontinuierlich dafür ein, die Wasserqualität zu verbessern, die Seeufer zu schützen, die Einbringung von Schadstoffen zu überwachen und zu reduzieren. Sie beobachten die Auswirkungen unterschiedlicher Nutzungen wie Kiesabbau, Sport, Tourismus und wirken den negativen Folgen gezielt entgegen. Ich war positiv überrascht von der zielgerichteten und geschlossenen Zusammenarbeit in der Aufsichtskommission Vierwaldstättersee und danke allen Beteiligten herzlich für das grosse Engagement sowie das klare Bekenntnis zu unserem Naturjuwel in der Zentralschweiz.
In besonderer Erinnerung geblieben sind mir die Seeufervermessung mittels Flugzeug und spezieller Kameratechnik sowie die Einführung der generellen Schiffsmelde- und ‑reinigungspflicht, mit der der Einschleppung gebietsfremder Lebewesen (insbesondere der Quagga-Muschel) wirksam begegnet wird.
Für die Zukunft wünsche ich der AKV und meinem Nachfolger Marius Küchler viel Freude und Erfolg bei dieser Arbeit und genügend Weitblick beim Ergreifen von Massnahmen, damit der Vierwaldstättersee für uns alle auch weiterhin mitsamt den Ufern und Zuflüssen ein Zentralschweizer Highlight bleibt.
Daniel Wyler, April 2026

